Über uns

BASTA! wird gemacht von Erwerbslosen, Beschäftigten mit geringem Einkommen und Studierenden mit wenig Geld. An drei Tagen die Woche bieten wir eine solidarische und fünfsprachige Beratung zu ALG II an. Gemeinsam beraten wir über 1000 Menschen im Jahr in freundlicher Atmosphäre. Wir begleiten zum Jobcenter und zum Sozialgericht. Wir setzen jährlich über 100.000 Euro an Rechtsansprüchen gegen das Jobcenter durch, verhindern Zwangsräumungen kämpfen für höhere Löhne und bieten Seminare zu aktuellen Themen an. Nur mit euch zusammen schaffen wir einen Ort, an dem wir uns gegen die Zumutungen des Jobcenter-Alltags und des Arbeitsmarktes organisieren können. BASTA! ist in diesem Sinne ein langfristiges politisches Projekt für eine bessere Welt!

BASTA ist zugänglich für alle, die eine parteiliche Beratung, Begleitung, Unterstützung und Organisation suchen. Wenn ihr mitmachen wollt, sprecht uns an.

Unsere Beratung ist dienstags von 14-17 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr in der Schererstraße 8. Unser Plenum findet jeden Montag um 18 Uhr in der Schererstraße 8 statt.

Wir freuen uns auf dich!

Deine Bastas


Die Hegemonie gewinnen

veröffentlicht in: arranca!-Zeitschrift der Interventionistischen Linken (IL), From Follow Function. Eine Frage der Organisierung II, Nr. 49, Frühjahr 2016, S. 19 – 21 // alle Comics von 123comics

Basisorganisierung von Erwerbslosen und Prekären

Die Erwerbsloseninitiative BASTA aus dem Berliner Stadtteil Wedding bearbeitet seit fünf Jahren die soziale Frage. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Erwerbslosigkeit und ALG II. Andere gesellschaftliche Konflikte wie Spekulation mit Wohnraum beziehen wir, wenn unsere Kräfte es zulassen, aus dieser Perspektive heraus mit ein.alltagkampf

Teilen und Herrschen

Ein Blick auf das jahrelang gleichbleibende Berliner Verhältnis von Arbeitslosenzahlen und offenen Stellen von ca. 412000 zu 22000 (2015) bringt uns zu der banalen Erkenntnis, dass es sich bei der Erzählung von arbeitsunwilligen und ungebildeten Arbeitslosen, denUnterschichten-Prolls, nicht um die Realität, sondern um eine Propaganda-Strategie handelt. Die Lüge der faulen Arbeitslosen spielt denjenigen in die Hände, die von zu wenig und zu schlecht bezahlter Arbeit auf der einen und Intensivierung des Arbeitsalltages auf der anderen Seite profitieren. Der Kapitalismus hat sein Wohlstandsversprechen für alle noch nie eingelöst, und seit langem geht es ausschließlich in die entgegengesetzte Richtung. Arbeitslose werden als Reserve gebraucht, die durch ihre bloße Existenz die Lohnforderungen der Noch-Arbeitenden drücken, verbunden mit der Drohung, dass man jederzeit ersetzt werden kann und sich dann in Armut wiederfindet.

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  1. Pingback: Pressemitteilung, 26.09.2013 // Erfolgreiche Aktion im Jobcenter Pankow! | Wir bleiben alle!