Schikanen im Jobcenter – Basta Und Migrant Strikers mobilisieren für Blockupy

Deshalb waren die Arbeitslosen von Basta und die prekär Arbeitenden der Berlin Migrant Strikers am 25.8. im Jobcenter Neukölln. Von den Änderungen der Hartz IV Gesetze zum 1.8.2016 weiß hier keiner etwas, denen wir an diesem Vormittag im Jobcenter Neukölln davon erzählen. Wir sprechen mit Tayfun und Andre. Auch sie wissen nichts von einer Gesetzesänderung. Tayfun erzählt uns: „Es war unglaublich schwierig die Beamtin im Jobcenter davon zu überzeugen, das ich einen Sprachkurs machen will. Warum willst du deutsch lernen, geh lieber arbeiten. Ich hab dann trotzdem einen Sprachkurs gemacht. Aber jetzt hat das Jobcenter  diesen Monat kein Geld mehr gezahlt. Weiterlesen

Stimmen aus der Beratung – Wohnen mit dem Jobcenter

müllVor unserer Aktion haben wir Menschen in unserer Beratung zu ihren Erfahrungen mit dem Jobcenter im Bereich Wohnen befragt. Wir haben die kurzen Erzählungen gesammelt und neu eingesprochen. Wir wollen euch das entstandene Audiomaterial hier nun bereitstellen. Der Eindruck entsteht, dass das Jobcenter systematisch versucht, die bestehende Wohnungsnot für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Ein permanenter Druck wird aufrecht erhalten und Geld gestrichen:

 

„Die Wohnung ist nicht erhaltenswert, schauen sie sich doch nach einer billigeren um“ Die Mietkosten von Ines liegen über der festgelegten Obergrenze und sie ist gezwungen den fehlenden Betrag aus ihrem Regelsatz zu begleichen. Dadurch entstanden Mietschulden die erst durch eine Klage vor dem Sozialgericht erkämpft wurden.

 

 

„Termine vergeben ist Teil ihrer Sparmaßnahmen.“ Anika verbrachte viel Zeit auf dem Jobcenter, um nach jeder Wohnungsbesichtigung die Angebote überprüfen zu lassen. Als sie eine Wohnung gefunden hatte, erhielt sie noch eine Sanktion dafür.

 

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Ein paar Gedanken zu unserer Aktion…

Liebe Freund*innen von Basta!

Vielleicht fragt ihr euch, was haben wir nun erreicht mit unserem gemeinsamen Aktion  am 25.7. im Jobcenter Berlin Mitte?

Die braven Verwalter im Amt lehnten natürlich jede Verantwortung für Obdachlosigkeit und Armut ab. Der anonyme Bürokrat ist von scheinbaren Sachzwänge getrieben Anträge wegen Wohnungswechsel (durch Kündigung, Modernisierung, Mietenexplosion, Abriss) und damit verbundene Kosten wie Kautionen zu verschleppen und abzuweisen.  Weiterlesen

Sit-In im Jobcenter – Videobericht

Hier ein Video und ein Bericht zu unserer Aktion im Jobcenter! Danke nochmal an alle Beteiligten, ihr ward großartig!!

Für unser Recht auf Wohnen

Die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist bekanntermaßen äußerst angespannt, selbst halbwegs gut Verdienende haben große Schwierigkeiten ein Dach über dem Kopf zu finden. Für Hartz-IV-EmpfängerInnen zeigt sich die Lage angesichts der völlig unrealistischen Vorgaben der JobCenter für „angemessene Kosten der Unterkunft“ nahezu aussichtslos. Weiterlesen

Sit-In im Jobcenter Mitte

– Presseerklärung der Erwerbsloseninitaitve Basta, 25.07.2016 –

Seit 9:30 Sit-In von 40 Erwerbslosen und Unterstützer_innen im Jobcenter Berlin Mitte +++ Die Erwerbsloseninitiative Basta fordert Übernahme der Mietkautionen auch für Untermietverträge und die Bearbeitung von Umzugsgenehmigungen am Tag der Antragsstellung +++ Offenlegung von Dienstanweisungen, die diesen Forderungen widersprechen +++

Seit heute morgen 9:30 wird das Jobcenter am Leopoldplatz von einer ca. 40 köpfigen Gruppe Erwerbsloser und Niedriglöhner_innen besucht. Unterstützt wird die Aktion von der Initiative „Basta!“ und dem Bündnis „Zwangsräumung verhindern“, die bereits im Frühjahr durch die symbolische Beschlagnahmung einer Ferienwohnung in die Öffentlichkeit traten.

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Auf der Demonstration der Gewerkschaft FAU Berlin

Demonstration am 04.06.2016
Demonstration am 04.06.2016

Redebeitrag von BASTA, einer Erwerbsloseninitiative, die sich nicht nur mit Beratung und Begleitung gegen die Zumutungen der Jobcenter wehrt.
Haben die Hartz-Gesetze auf der einen Seite die Arbeitsverhältnisse durch Ausbau der Befristung und Leiharbeit zergliedert, werden von der anderen Seite die Erwerbslosen durch die Jobcenter in die schwierigsten Arbeitsbedingungen gepresst.
So wird der Staatsauftrag „Senkung der Anspruchslöhne“ erfüllt, was viele Erwerbstätige zur Aufstockung durch Leistungen vom Jobcenter nötigt und damit einem zusätzlichen Regime unterwirft. – Auch das Mindestlohngesetz, kaum kontrolliert, hat noch viele Ausnahmen, wenn es nicht gar durch Scheinselbständigkeit umgangen wird (die auch beim Bau der „Mall of shame“ alias „Mall of Berlin“ eine Rolle spielte). Weiterlesen