Einladung zur BASTA! Erwerbslosenschule 2017

Wir laden Euch ein!

Endlich ist es wieder so weit: Wir starten in die zweite Auflage der Erwerbslosenschule, BASTA! macht Schule, und möchten euch gerne dazu einladen. In fünf Veranstaltungen soll es darum gehen, gegenseitig von den Erfahrungen mit dem Jobcenter-System zu lernen und die passenden Fähigkeiten zu entwickeln, um damit einen selbstbewussten Umgang zu finden. Aber wir wollen uns nicht die ganze Zeit mit Dingen beschäftigen, die sowieso schon unseren Alltag prägen und jede Menge Streß verursachen, sondern einen Blick darüber hinaus wagen und über Alternativen und Wege dorthin nachdenken.

Alle Veranstaltungen werden gemeinsam vorbereitet von Menschen, die bei BASTA! beraten wurden und auf die E-Mails der letzten Wochen und Monate hin, Themen vorgeschlagen haben. Dabei werden sie von den Menschen unterstützt, die ihr aus der Beratung kennt und die BASTA! als politische Projekt mitgestalten.

Und weil es gemeinsam sowieso viel unterhaltsamer, produktiver und ermutigender ist als alleine, obwohl man uns die ganze Zeit das Gegenteil einreden will, freuen wir uns darauf euch willkommen zu heißen!

 

Sa/So 11./12.03.2017, jeweils von 14-19 Uhr im Sprengelhaus, Sprengelstr. 15 im Wedding

Theaterworkshop – Weniger Stress bei Jobcenter-Terminen

Dieser Workshop ist ein Experiment. Er richtet sich vornehmlich Menschen, die ALG2-Beziehende zu ihren Terminen im Jobcenter begleiten wollen. Über Erfahrungsaustausch, kleine Rollenspiele, sowie Körper- und Stimmarbeit wollen wir die Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit für ein angemessenes Auftreten verbessern. Geleitet wird der Workshop von einer Theaterwissenschaftlerin, die ihre frühere Erfahrung in der Arbeit mit freien Gruppen hierfür „reaktiviert“. Bitte bequeme Kleidung (die auch schmutzig werden darf), genug zu trinken und, falls vorhanden, eine Yogamatte mitbringen. Straßenschuhe müssen im Raum unbedingt ausgezogen werden! Wir fangen pünktlich an! Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist begrenzt, um eine Anmeldung unter basta-eloschule@riseup.net wird gebeten.

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We don’t give our time for free!

Politicians of all parties and public authorities assume that unemployed and low-paid workers just didn’t offer themselves and their labour intensively enough and in the right way, that they didn’t engage enough in self-promotion as entrepreneurs of their own labour power. With this attitude the needless human suffering that accompanies austerity, ascetism and hard work is consolidated. The logic behind this is that in capitalism humans always have to do something for being considered their right to live.

The change of law concerning Hartz IV now states that those who increase, maintain or do not reduce their need of assistance have to pay back the Hartz IV benefits already received and do not get further benefits in the future.

Increasing one’s need for assistance means to endure every occupational situation in order not to have to apply for (more) Hartz IV. Bad conditions include excessive working hours, work intensification, subcontracted labour, senseless work, mobbing as well as unpaid extra work. If you quit your job because of this, to make matters worse, you become a debtor of the jobcenter. If you refuse a job, you do not only risk a 30% sanction of your unemployment benefits but on top a refund claim because of „antisocial behaviour“ (sozialwidriges Verhalten). And the wages expected in the future are only paid as loans.

In this way people are pressed into exploitation at work, having to justify themselves in the case of job loss and beg for whatever job available. We from the unemployment initiative call this forced (extra) labour under the impression of the punitive state. And we are against it. Today it may be widely accepted as reasonable to be forced to produce unnecessary rubbish that harms humans and environment or provide useful services as unpaid volunteers. Our vision of a good life looks different. Contact us if you are put under stress by the jobcenter. If you want to file an objection against the accusations of the jobcenter there is suspensory effect on the refund claim of the jobcenter.
Basta and Berlin Migrant Strikers.

Einladung zum Vorbereitungstreffen für die Erwerbslosenschule am Fr. 10.02.2017

Liebe Unterstützerinnen von BASTA!

Ende letzten Jahres hatten wir euch per Mail gebeten, Themen für die 2. Auflage der Erwerbslosenschule vorzuschlagen. Bei den Veranstaltungen soll es um den Bereich Erwerbslosigkeit, Jobcenter und Armut gehen.

Einige von Euch hatten geantwortet. Aus den Zusendungen haben sich erst einmal folgende Schwerpunkte ergeben:

– Theaterworkshop: Weniger Stress bei Jobcenter-Terminen

– Briefe ans Jobcenter auf Augenhöhe – Textbausteine entwickeln

– Altersarmut

– Sanktionsregime & der mediale Star sanktionsfrei.de

– außerparlamentarische politischen Strukturen von und für Erwerbslose und Prekäre

– Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) & Solidarische Ökonomie & Äquivalenzökonomie

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Wir suchen Ideen! monatliche Veranstaltung bei der FAU

Liebe Bekannte und Freund*innen von Basta,

Erst einmal ein frohes Neues jahr an euch alle ohne lästige Arbeitsvermittler und Sanktionen. Wir melden uns weil wir euch und eure Ideen und Kenntnisse brauchen! Dieses Jahr werden wir jeden 4. Freitag im Monat einen Nachmittag bis Abend bei der FAU (Freien Arbeiterinnen Union) in der Grüntaler Str. 24 gestalten. Dazu haben wir uns gedacht, dass wir an diesen Nachmittagen und Abenden gern praktisches Wissen und Fertigkeiten weitergeben würden. Weiterlesen

Beratung wieder am Start!

Nachdem letzte Woche die Beratung ausgefallen war, gibts diese Woche wieder Beratung am Dienstag 14-17 Uhr, am Mittwoch um 10-13 Uhr und am Donnerstag 15-18 Uhr. Außerdem könnt ihr am Mittwoch nach der Beratung zum Essen vorbeischauen. Wir freuen uns auf euch!

Für euren Kalender: In der Woche nach Weihnachten gibt es keine Beratung, ab 3.1 Januar dann wieder regulär!

Alle Tage Alltag: Perspektiven der Selbstorganisation in Alltagskämpfen

Podiumsdiskussion am 02.12.2016 in Hamburg mit Wilhelmsburg Solidarisch, Officina Precaria, FAU Berlin und Basta:

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Montag morgen, das Wochenende ist vorbei. Da ist wieder der Ärger auf der Arbeit, mit den Ämtern und Behörden, mit dem Vermieter – Katerstimmung ist angesagt. So stark wir uns etwa bei Demos oder im Kreise unserer Freund_innen fühlen, so einsam fühlen wir uns oft im Ärger des Alltags. Auch anderen scheint es so zu gehen: da ist die Nachbarin, die immer nett wirkt, aber wohl total abgehetzt und gestresst von ihrem Job ist, oder der Kumpel, der ein Gerichtsverfahren am Hals hat, weil er angeblich Rechnungen nicht bezahlt hat. Doch nur allzu oft strampelt sich jede_r alleine mit vermeintlich rein privaten, persönlichen Problemen ab.

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2. Erwerbslosenschule – Themensuche

Hallo liebe Leute!

Im Januar und Februar diesen Jahres haben wir mit einigen von euch die erste Erwerbslosenschule organisiert. Ziel der sechs Veranstaltungen war es mehr Wissen und praktische Fertigkeiten zu Erwerbslosigkeit, Hartz 4 und dem Umgang mit dem Jobcenter auszutauschen, um einen Zusammenhang zwischen unseren alltäglichen Problemen und gesellschaftlichen Zuständen herzustellen. Da wir die damaligen Abende als großen Erfolg empfunden haben und viele positive Rückmeldungen gekriegt haben, wollen wir nun in die zweite Runde starten.

Deshalb suchen wir Themen, die etwas mit Erwerbslosigkeit und Armut zu tun haben und die euch in diesem Zusammenhang interessieren würden.

Meldet euch, wenn ihr Interesse oder Fragen habt per E-Mail, sprecht uns in der Beratung an oder kommt zum Plenum.

Teilt uns doch bitte bis zum 30.11.2016 eure Ideen mit. Wir werden dann ein erstes Vorbereitungstreffen organisieren, auf dem wir gemeinsam die eingegangenen Vorschläge sichten und das weitere Vorgehen besprechen.

Was ist das, eine Erwerbslosenschule?

Das ist ein Zusammentreffen von Menschen, die von Erwerbslosigkeit betroffen sind, es waren oder bald sein könnten, oder die das Thema einfach interessiert (manchmal auch alles gleichzeitig) und die keine Lust haben, sich allein den damit zusammenhängenden Problemen zu stellen. Jeden Abend werden wir uns mit einem Thema beschäftigen, uns einen Vortrag anhören, diskutieren oder wir machen ein Rollenspiel, um uns auf konkrete Situationen im Jobcenter vorzubereiten.

Kontakt

Ihr erreicht uns per E-mail (basta-eloschule@riseup.net), persönlich beim Plenum, das jeden Montag um 18 Uhr in der Schererstraße 8 im Wedding stattfindet, oder bei der Beratung jeden

Dienstag von 14-17 Uhr

Mittwoch von 10-13 Uhr oder

Donnerstag von 15-18 Uhr.

Wir freuen uns auf euch!

Eure BASTAs

Basta war im Urlaub

Ein Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs führt zum vollständigen Wegfall des Leistungsanspruchs, wenn nicht die Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners eingeholt wurde.“ (Handlungsanweisung des Jobcenters)

Ja wir waren im Urlaub! Eine größere Gruppe von 15 Leuten hat während unserer Beratungspause Urlaub in der Sächsischen Schweiz gemacht. In der Sprache des Jobcenters: Die Leistungsbezieher_innen haben sich unerlaubt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs aufgehalten! Wir haben uns bewusst entschlossen den Urlaub nicht beim Jobcenter anzugeben, denn nur so konnten wir sicher sein, dass auch alle mitkommen. Erst unser kollektiver Regelverstoß hat Menschen bewegt „unerlaubt“ die Stadt zu verlassen. Diese Reise war daher für uns sowohl ein schöner Urlaub als auch ein kollektives Statement gegen die Überwachung und Durchreglementierung unseres Alltags.

Konkret bedeutete das: Wir saßen am Feuer, waren wandern, haben getrunken, gelacht. Wir haben uns über zu spätes (oder zu frühes) Aufstehen, zu lange Wegstrecken und über Wespenstiche geärgert. Einige haben hoch über der Elbe in den Felsen geschlafen.

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