Aufruf: BASTA! bei #makeamazonpay

In der Woche vom 20.11. zum 26.11. findet eine bundesweite Aktionswoche statt, um auf die immer wieder kritisierten und bekämpften Arbeitsbedingungen beim Großkonzern Amazon aufmerksam zu machen. Die gesellschaftliche Entwicklung zeigt, dass die Grenze zwischen Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit immerweiter verschwimmt. Bei immer mehr Menschen lösen sich die jeweiligen Phasen immer frequentierter ab. Dem Jobcenter und dem Stigma Arbeitslosigkeit kommt hierbei die Rolle zu, dass sie die Mehrheit der Betroffenen dazu treiben, unter immer beschisseneren Bedingungen immer sinnloseren Tätigkeiten als sogenannter Arbeit nachzugehen. Amazon profitiert hiervon natürlich, da die Beschäftigten dadurch stetig neuen Einschränkungen in ihren Arbeitsverhältnissen ausgesetzt werden können. Hier sehen wir die Schnittmenge zwischen Erwerbslosen und prekär Beschäftigten. Sie sind nicht nur gegeneinander austauschbar, sondern immer öfter ein und die selben Personen.

Weiteres Ziel ist die Kritik an Amazon‘s Rolle im digitalen Kapitalismus, der nicht nur darauf drängt die Produzent*innen sondern gleichzeitig auch die Konsument*innen nach Markt- und Verwertungskriterien zu formen. Produktentwicklungen zielen darauf ab, die Interessen und Bedürfnisse der Kund*innen möglichst genau zu erfassen, auszuwerten und so neue Waren immer maßgeschneiderter auf den Markt zu bringen. Durch die totale Erfassung des*der Konsument*in sollen überdies Dinge entwickelt werden, die ganz neue scheinbare Bedürfnisse erst entwickeln. Während selbstredend direkt niemand gefragt wird, was sich von einer Gesellschaft tatsächlich erhofft wird.

Über diese Themen wollen wir mit den Beschäftigten am Standort von Amazon Prime am Kurfürstendamm ins Gespräch kommen. Wir wollen uns über deren Arbeitsbedingungen austauschen und schauen, wo gemeinsame Organisierungsmomente sein bzw. entstehen können.

Unterstützt uns gerne dabei, wir sind Mittwoch (22.11.) und Donnerstag (23.11.) vor Ort; Jeweils ab 13.30 Uhr und für ein Zeitfenster von ca. zwei Stunden.

In diesem Sinne: Die Grenze verläuft nicht zwischen Erwerbslosen und Beschäftigten sondern zwischen Ausgebeuteten und jenen die davon profitieren!

Hier die genauen Daten zur Aktion:

ein Vorbereitungstreffen um kleine Geschenkpäckchen für die Beschäftigten einzutüten und ein Transparent zu malen:

So. 19.11. | 15Uhr | Schererstr. 8 13357 Wedding

die Aktion soll direkt am Amazon-Standort stattfinden:

Mi. 22.11. | 13.30Uhr | Uhlandstr. 30 Eingang Ku-Damm Karree | U-Bhf Uhlandstr.
Do. 23.11. | 13.30Uhr | Uhlandstr. 30 Eingang Ku-Damm Karree | U-Bhf Uhlandstr.

 

Weitere Infos über die Aktionswoche findet ihr unter:
makeamazonpay.org
und unter dem Hashtag:
#makeamazonpay

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