AV Wohnen: Verdrängung mit Ziel Hartz IV-freie Innenstadt?

Was dürfen arme Menschen (z. B. Hartz IV) nach der Wahl erwarten?

Mit der „AV Wohnen“ (1) wird z. B. geregelt, wieviel ein Hartz IV-Single an Mietausgaben haben darf – z. Z. sind es nur 364,50 Euro. Solche Wohungsangebote sind vom Markt fast verschwunden.

Bereits am 07. März 2016 fragte die Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus Katrin Schmidberger (Grüne) in Anfrage 17/18175:

„Schützen die Kosten der AV Wohnen vor Verdrängung?“

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Offenes Begleittreffen

Teil unseres Ausdrucks von Solidarität ist die
gegenseitige Begleitung zu Terminen beim Jobcenter und Konsorten.

Wir laden deshalb alle Begleiter*innen und die, die es gern werden wollen zu einem offenen Treffen am Mittwoch 06. September 19 Uhr in die Schererstr. 8 ein. Wir wollen Begleitungen für die nächsten Wochen planen, Erfahrungen austauschen und Ideen zu Widerstandsmöglichkeiten im Jobcenter entwickeln.

Warum und wie wir begleiten erfahrt ihr im Text

Basta macht Urlaub

Wie jedes Jahr verabschieden wir uns im August in unsere Sommerpause…

Daher wird es in der Zeit ab 01.08.2017 bis 03.09.2017 keine Beratung geben.

Wenn ihr ganz doll Stress habt, könnt ihr euch an Oficina Precaria in der Alten Jakobstraße 145, 10969 Berlin wenden. Sie bieten Mittwochs von 17-20 Uhr eine Sozialberatung in spanischer und englischer Sprache an (oficinaprecariaberlin.org/consultanos/).

Unser Plenum findet bestimmt ab und an statt, fragt aber lieber vorher nach.

Wir wünschen euch einen sonnigen Sommer ohne nervige Jobcenterpost!

BASTA macht Geschichte

Für zwei Tage besuchte eine kleine BASTA!-Reisegruppe die beschauliche Stadt Bamberg. Wir waren an die Uni eingeladen worden um unsere Arbeit beim 5. Nachwuchssymposium des „AK Kritische Geschichte“ vorzustellen. Studierende aus Bamberg hatten ein zweitägiges Programm vorbereitet, in dessen Mittelpunkt Vorträge von lokalen Studierenden und Gastdozent*innen aus ganz Deutschland standen. Dabei folgte die Tagung einem chronologischen Aufbau, der mit dem Thema der Erwerbslosigkeit im Mittelalter begann und mit unserem gegenwartsbezogenem Beitrag abschloss. Am Freitag wurden wir bereits mit dem mächtig dichten Programm überrascht und wir folgten den eindrücklichen Ausführungen von Jule Ehms zur Verknüpfung der Frage von Arbeiter*innen und Arbeitslosen innerhalb der FAUD der Weimarer Republik. Besonders gut gefielen uns auch die zwei folgenden Vorträge aus der Zeit des Nationalsozialismus: Zum einen „Arbeitslosigkeit als Stigma“ von Nikolas Lelle und Yves Müllers Vortrag über den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Männlichkeitsbildern am Beispiel der Sturmabteilung (SA).

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Offenes Schreiben an das Jobcenter Berlin Tempelhof-Schöneberg

Wir wissen, dass EU-Bürger*innen einen Anspruch auf Hartz IV haben. Einen regulären Rechtsanspruch auf Leistungen nach dem SGB II haben zum Beispiel Arbeiter*innen, frühere Arbeiter*innen, Freiberufler*innen, Personen mit einem Daueraufenthaltsrecht oder die Familienangehörigen dieser Gruppen. Wir wissen aus unserer Beratung und Begleipraxis, dass von Ihnen die Menschen trotzdem weggeschickt werden. Sie geben bewusst falsche Rechtsauskünfte, die systematisch zu Lasten der Antragsteller*innen gehen.

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Berlin: Eine Frage der Wertschätzung und des Vertrauens

erschienen in bbZ – Zeitschrift der GEW:

Erwerbslose und arme Menschen leben in besonders prekären Lebensverhältnissen und sind häufig mit bösen Vorurteilen konfrontiert. Die Initiative BASTA! will sich mit diesen Menschen organisieren und ihnen eine kämpferische Perspektive bieten.

In Berlin bekommen 350.000 Haushalte Arbeitslosengeld II. Hunderttausende stocken geringe Löhne auf. Armut und Erwerbslosigkeit sind weit verbreitet. Geht es um Erwerbslose und Menschen mit kleinem Einkommen, haben viele Menschen Vorurteile. Sie betrachten Armut als Randphänomen und Arbeitslosigkeit als selbstverschuldet. Für die Betroffenen haben diese gesellschaftlichen Vorurteile gravierende Folgen. Das Stigma am Rand zu stehen, kann einen verändern. Das Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft schwindet, während die eigene »Schuld« übersteigert wird und sich ein schlechtes Gefühl einstellt.

Unsere Erwerbsloseninitiative BASTA! hat zum Ziel, beides umzukehren. Weiterlesen

Sie bekommen’s auf dem silbernen Tablett serviert!

Am 6.6.2017 betrat die Erwerbsloseninitiative Basta das Jobcenter Tempelhof Schöneberg, um gegen den anhaltenden Ausschluss von nicht deutschsprachigen Menschen aufmerksam zu machen. Ein Silbertablett mit Wörterbüchern wurde übergeben: Für eine Grundsicherung unabhängig von Nationalität und Sprache.

Durch unsere wöchentliche Beratung treffen wir unzählige Menschen, den die Jobcenter die wildesten Lügengeschichten auftischen. Immer wieder hören wir, dass Menschen mit ihren ausgefüllten Anträgen weggeschickt werden, da angeblich ihre Deutschkenntnisse für HartzIV nicht ausreichend seien.

Um diesen Ausschluss – der so in allen Berliner Jobcentern stattfindet – zu bekräftigen, schmückt sich das Jobcenter Tempelhof-Schöneberg mit einem gelben Hinweisschild neben der Eingangstür. Hier werden die Menschen in Deutsch, Englisch und Arabisch darauf hingewiesen, dass sie für alles einen deutschen Sprachmittler_innen benötigen. Eine grobe Boshaftigkeit, da die Jobcenter dafür verantwortlich sind, diese zu organisieren, was dort freilich nicht geschrieben steht.

 

Zusammen gingen wir zum Jobcenter um unseren Unmut darüber den Bürokrat_innen auf dem „silbernen Tablett zu servieren“. Weiterlesen

Kiezbankett – Samstag 06. Mai ab 12 Uhr

Ort: FAU Lokal, Grüntaler Str. 24, 13357 Berlin

Bei Essen und Trinken stellen sich verschiedene Initiativen aus dem Wedding vor. Ob gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Jobcenter-Stress, rassistische Diskriminierungen oder drohender Verdrängung aus den Kiezen wir sind nicht unterzukriegen.

Kommt vorbei und lasst euch inspirieren!